NIX WERT: Redebeitrag in der MEHR WERT-Demo 3.11.’10

Mit gekonnter Doppeldeutigkeit eingangs des Artikels, dokumentieren wir im folgenden unseren Redebeitrag, gehalten im antikapitalistischen/wertkritischen Block in der „Wir sind MEHR WERT“-Demo
3. November 2010

“Wer an den Standort glaubt, soll nicht mit Steinen werfen.”

Der Slogan von vor 15 Jahren hat an Aktualität leider nichts eingebüßt. Wieder einmal versammelt sich die Mittelschicht, um sich in den Verhältnissen und in der Nation besser einzurichten, mittels den momentan scheinbar wieder anerkannten Formen bürgerlichen Protests. Doch speziell im studentischen Protestdiskurs, der nicht mal Diskurs genannt zu werden verdient, bleibt schon das Wort Protest in den vornehmlich studentischen Medien zumeist ohne jeglichen Inhalt und fungiert zwischen Selbstzweck und Selbstbespaßung im gesamten Spektrum der Bildungsaktivist_innen, von den Berufsprotestler_innen aus dem Grünen- und Linkspartei-Umfeld bis zu den eigentlich unpolitischen Studierenden, die sich maximal über Haushaltskürzungen aufregen – wie eben auch heute – oder über das Bachelor/Master-System, das den Druck und die Belastung im Studium erhöht hat und damit die Bedingungen der Ausbildung erschwert.
Aber »auch in den Zeiten vor Bologna, die von den Bildungsprotestlern idealisiert werden, war ein höherer Bildungsabschluss oder ein Stipendium nur in Ausnahmefällen Ausweis geistiger Autonomie. In Wahrheit bescheinigen akademische Zeugnisse seit jeher vor allem die Fähigkeit, betriebsgerecht zu schreiben und zu reden…«(1) Durch Schule, Uni und Gesellschaft in Konformität professionalisiert und von der Fähigkeit zu Denken befreit, machen sich die Studierenden spätestens auf der heutigen Demonstration zu genau dem, was sie doch eigentlich so sehr ablehnen zu sein…

KEEP THE DREAM ALIVE – Redebeitrag 09.10.’10 Demo FG

Bei der Demo unter dem Motto „Aber hier leben? Nein danke!“ in Freiberg hat die AHSG wieder mal einen Redebeitrag gehalten. In Anlehnung an Bini Adamczaks inspirierende Bücher entstand der folgende Beitrag, der unser Bedürfen, Begehren und Träumen vom Kommunismus festhält… Der Bericht zur Demo wird sich auch auf dem Blog der Antifa Freiberg finden…
Oktober 2010

Vom Traum, der zum Versprechen wurde…

Der Materialismus, der den „quälbaren Leib“ als Ausgangspunkt nahm für eine Analyse der Gesellschaft und deren Geschichte, vielmehr aber noch deren Kritik, ließ eine Idee erwachsen, zu der in diesem Beitrag einige Worte verloren werden sollen. Es war die jenige, „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“(1), um die etwas schal gewordenen Worte von Karl Marx zu verwenden – die Befreiung vom gesellschaftlich verursachten Leid, die zum Versprechen wurde durch jene, die diese Befreiung am stärksten herbeisehnten…

Redebeitrag der AHSG auf der Demo am 4. Juli 2009

Ein von uns auf der antifaschistischen Demo am 4. Juli in Dresden gegen das iranische Regime im Iran gehaltener Redebeitrag. Der Beitrag gibt eine Diskussion in der Zeitschrift Phase 2 zu Antisemitismus in der geographisch als arabisch bezeichneten Region wider. Im Redebeitrag auf der Demo wurden der Länge wegen zwei Absätze ausgelassen, hier findet sich die vollständige Version.
Juli 2009

Die Uni als Ausgangspunkt zur Veränderung der Gesellschaft – realpolitischer Nachruf auf das Sächsische Hochschulgesetz und den (ausgebliebenen) Widerstand
November 2008
Vor kurzem wurde das neue Hochschulgesetz verabschiedet. Dass das nicht verhindert werden konnte liegt nahe angesichts der Ohnmacht und Indifferenz der Studierendenschaft selbst gegenüber solch gravierenden Einschneidungen in das Leben an der Uni, einem der wenigen Orte, wo noch ein Ausweg aus den falschen Verhältnissen gelernt und gedacht, auch verwirklicht werden kann. Theoretisch. Und es soll nochmal jemand behaupten hier wäre die Demokratie nicht verinnerlicht worden. Denn das ist möglicherweise wahr. Ein Abriss der Veränderungen unseres Bildungssystems.

Rechtsextreme Übergriffe häufen sich – Stura von Nazis beschmiert
Mai 2007
Dresden fiel in den letzten Wochen wieder einmal durch vermehrte Übergriffe von Neo-Nazis auf. So wurde am 8. Mai eine Person mit migrantischem Hintergrund am Großenhainer Platz (Pieschen) erst rassistisch beleidigt und anschließend brutal zusammengeschlagen. Ende Mai kam es […]

Burschis anfechten! – Eine kurze Kritik der Ideologie studentischer Verbindungen
Oktober 2006
„Heute ist es wieder mal so weit – wie zu jedem Semesterbeginn stehen Burschenschafter mit ihren Ständen vor der Mensa, ohne Zweifel wieder ausgestattet mit ‚Studentenmützen‘, Bändern und den obligatorischen Bierkrügen. Vielleicht hat auch wieder der eine oder andere seinen Fechtdegen dabei.
Mit diesem Flyer will die Antifa-Hochschulgruppe Dresden Argumente dafür liefern, warum Burschenschaftern weder am Campus noch sonstwo Gelegenheit gegeben werden darf, für sich zu agitieren.“

Free-René-Aktionstag in Dresden
Juli 2006
„Zum bundesweiten Aktionstag zur sofortigen Freilassung des in Warszawa inhaftierten René K. haben Aktivist_innen der Antifaschistischen Hochschulgruppe Dresden am 21. 07. 2006 auf dem Campus der Technischen Universität Transparente entrollt und zahlreiche Flyer verteilt.“

Julia Bonk muss in ihrer Kampagne „Nein zum Deutschlandhype!“ unterstützt werden
Juni 2006
„Die Dresdner Antifa-Hochschulgruppe unterstützt die Patriotismus-Kritik der PDS-Abgeordneten Julia Bonk. Bonk äussert anlässlich der WM vehemente Kritik am deutschen Wir-Gefühl. Diese nationale Einheit schafft Ausgrenzung und wird schnell zu Nationalismus.“

Presse-Mitteilung: Fraktionsvorsitzender der Linkspartei.PDS im sächsischen Landtag Prof. Dr. Peter Porsch hält Vortrag bei der rechten „Aachen Dresdner Burschenschaft Cheruscia“
Oktober 2005
„Am morgigen Donnerstag, 27. Oktober 2005 wird Prof. Dr. Peter Porsch im Cherusciahaus zum Thema ‚Linke, Heimat, Vaterland‘ referieren.“

Offener Brief: „DNN-Journalistin verharmlost extrem rechte Studentenverbindung“
Dezember 2004
Im Dezember boten die DNN auf ihrer Jugendseite der rechten „Burschenschaft Cheruscia“ ein unkritisches Podium zur Selbstdarstellung

Presse-Erklärung: Gelungener antifaschistischer Studentenprotest
Dezember 2004
Zur erfolgreichen Demonstration gegen Günzels Besuch bei der Cheruscia

Uni ist nicht heile Welt – part two
Dezember 2004
Demoaufruf gegen den Vortrag des Antisemiten Reinhard Günzel bei der Burschenschaft Cheruscia

Elitäre Positionen – rechts und billig. Positionspapier der Antifaschistischen Hochschulgruppe Dresden
Dezember 2004
Von der Campus-Lethargie nach dem sächsischen NPD-Wahlerfolg bis zu rechten Tendenzen in akademischen Diskursen – zur Notwendigkeit antifaschistischen Engagements an der TU Dresden

Uni ist nicht heile Welt – part one: Transpa-Aktion der Uni-Antifa Dresden
November 2004
Als Reaktion auf einen rassistischen Übergriff auf den World-Studentenclub, der ansonsten weitgehend ignoriert wurde

Interessante Texte anderer Gruppen oder Einzelpersonen

„Mann fürs Grobe?“ – Tilo Kriegel
Februar 2007
Ein bekannter Neo-Nazi, der an der HTW Dresden studiert, wurde geoutet.

„Achtung Neonazis!“ – Naziouting an der TU Dresden
Mai 2005
Seit 3 Semestern studieren an der Dresdener TU zwei bekannte Neonazis, die beiden Soziologie-Studenten Erik Buder und Ricardo Gutte.

Von Gulaschkommunisten und Kindern aus dem Otto-Katalog – Warum ist niemand so schlau wie Herr Z?
Januar 2005
Seit längerem begründen StudentInnen, Mitglieder des FSR Philosophie und Lehrende am Institut für Soziologie ihren Unmut gegenüber den am Lehrstuhl für Makrosoziologie tätigen Prof. Zimmermann mit sachlicher Kritik.