Rechtsextreme Übergriffe häufen sich – Stura von Nazis beschmiert

Dresden fiel in den letzten Wochen wieder einmal durch vermehrte Übergriffe von Neo-Nazis auf.
So wurde am 8. Mai eine Person mit migrantischem Hintergrund am Großenhainer Platz (Pieschen) erst rassistisch beleidigt und anschließend brutal zusammengeschlagen.
Ende Mai kam es bei einer Protestkundgebung gegen die Eröffnung eines sogenannten “Bürgerbüros” des NPD-Landtagsabgeordneten Rene Despang, ebenfalls Pieschen, zu Provokationen von einer Gruppe Nazihools, darunter auch die einschlägig bekannten Schläger Sebastian Reiche, Toni Beger und Frank Kischuweit. Die Gruppe attackierte zunächst ein linkes Wohn- und Kulturprojekt in der Robert-Matzke Straße und wollte anschließend die Kundgebung mit Steinen und Flaschen angreifen. Dies blieb aufgrund der Überzahl an AntifaschistInnen jedoch aus.
Letztes Wochenende wurden zwei Personen in einem Bus angegriffen und verletzt. Es begann mit rassistischen Beleidigungen und Drangsalierungen an einem farbigen Studenten an der Haltestelle. Als die Täter im Bus den Mann angriffen und ein Dozent dazwischenging wurde dieser ebenfalls zusammengeschlagen. Andere Personen schritten nicht ein und schauten tatenlos zu. Erst als die Personen an der Haltestelle aus dem Bus entkamen und die Polizei riefen flüchteten die Angreifer.
Anfang dieser Woche wurde das Gebäude des Stura mit Nazisprüchen besprüht und Propagandaschnipsel tauchten auf. Ebendiese Nazis sprühten auch im Hechtviertel die Sprüche, wurden aber von Personen gesehen und flüchteten.
Diese, sicher unvollständige, Liste an Übergriffen und Propagandaaktionen von Neo-Nazis der letzten Wochen zeigt zum einen dass gerade Personen mit migrantischen Hintergrund aber auch Menschen die nicht in das perfide Menschenbild der Nazis passen nicht sicher leben können und zum Anderen dass antifaschistischer Widerstand wichtig und notwendig ist!