Presse-Erklärung: Gelungener antifaschistischer Studentenprotest

Burschis anfechten - Vaterland versenken!

Die Antifa Hochschulgruppe der TU Dresden initiierte am 9. 12. 2004 um 19 Uhr eine Gegenveranstaltung zu dem geplanten Vortrag von Ex-General Reinhard Günzel bei der Burschenschaft Cheruskia. Thema war Günzels Unterstützung für die antisemitische Rede Martin Hohmanns am 3. Oktober 2003.

Susanne Lange von der Hochschulgruppe sagte: „Wir freuen uns, dass sich so viele KommilitonInnen unserem Protest gegen den Ex-General Günzel angeschlossen haben, einem Mann, der offen mit Neonazis verkehrt. Auch in Zukunft wird sich die Antifa Hochschulgruppe solchen oder ähnlichen Veranstaltungen entgegenstellen.“

Zur angegebenen Uhrzeit fanden sich ca. 70 Personen vor der Buchhandlung der TU Dresden ein. Teilnehmerinnen erfuhren, dass Günzel mit Burschenschaftlern in einem nahe gelegenen Lokal zu Abend aß.

Die Versammlung zog mit einem Transparent der Antifa Hochschulgruppe vor das Lokal und machte lautstark auf ihr Anliegen aufmerksam. Über Megafon wurde ein Redebeitrag zu Günzel, der Burschenschaft Cheruskia und deren braunem Betreiben verlesen.

Passanten wurden durch Flyer und Parolen über die gerade stattfindende Blockade Günzels informiert. Es kam daraufhin zu spontaner Unterstützung.

Eine sich nähernde Gruppe von ca. 10 Neonazis wurde zum Verlassen des Schauplatzes angehalten und leistete ohne Widerspruch Folge.

Als Günzel und Gefolgschaft schliesslich durch den Hinterausgang das Lokal verliess, kam es zu Eierwürfen auf diese Gruppe.

Nach einem abschließenden Redebeitrag entschloss sich die Hochschulgruppe die Aktion zu beenden.