2012 – Neues (und) Altes in der Hauptstadtprovinz

Mit dem neuen Jahr steht wieder mal auch ein neues altes Ritual an, das uns aus dem Winterschlaf weckt: das alljährliche Rumgeopfere von Bürger_innen und Nazis anlässlich des 13. Februars, wenngleich sich immerhin abzeichnet, dass es diesen Februar wohl nur einen Nazi-Aufmarsch geben wird, nämlich den vom „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ organisierten Aufmarsch am 13. Februar – der Großaufmarsch, der bisher (fast) jedes Jahr von der JLO organisiert wurde, wird wahrscheinlich dieses Jahr aus verschiedenen Gründen, die sich hier nachlesen lassen, ausfallen. Das ist schön! Und noch schöner ist, dass es am 17. Februar auch wieder mal eine Antifa-Demo in Dresden geben wird: gegen die sächsische Demokratie und das Extremismus-Konstrukt und andere Unannehmlichkeiten hiesiger Provenienz. Als ein aktuelles Beispiel sei nur der ebenso rumopfernde Innenminister Ulbig genannt, der auf das nicht mehr wegzuleugnende Nazi-Problem zwar auch keine Antworten weiß und daher mal sein Volk fragt, aber sich immerhin sicher ist, dass Antifaschismus nicht die richtige Antwort sei. Aha! Das bestätigt nur: In Sachsen stinkt Deutschland definitiv am scheußlichsten – und das wird am 17.2. zum Thema gemacht!

Trotz alledem oder vielleicht auch gerade deswegen findet am Wochenende des 28./29. Januar ein Kongress zu Zivilem Ungehorsam statt, der v.a. durch seine internationale Perspektive verspricht sehr interessant zu werden – es wird Veranstaltungen zu der Arabischen Revolte geben, aber auch zu den Bedingungen heutigen Protests im Allgemeinen.

Zum Thema Protest: An der TU prozessiert weiterhin der Stillstand, zur Zeit jedoch eher mal wieder in Form von Rückschritten die Lehre betreffend, sowie Versuchen des „Widerstandes“, die dagegen geübt werden, darunter sogar eine Rektoratsbesetzung, womit für Dresdner Verhältnisse eine ungeahnte Dimension erreicht wird. Ändern wird sich aber vermutlich eh nichts, zumindest nichts signifikant wichtiges.
Die „Occupy“-Bewegung übrigens nervt jetzt verstärkt auch in Dresden und immer mehr auch außerhalb der Uni, am 15.1. gab es sogar eine zweite Demo. Die Verhältnisse erzittern!

Abschließend bleibt zu bemerken, dass die in der Dresdner linken/autonomen Szene dringend anstehende Gewaltdiskussion weiterhin verschleppt wird und dass wir die Streitschrift des blogs contre la gravitation unterstützen – und an dieser Stelle weisen wir noch auf die politische Ringvorlesung des nächsten Semesters unter dem Titel „Demokratie und Gewalt“ hin, bei der es auch einen Vortrag zur Kritik der Politischen Gewalt (hoffentlich) geben wird. Dazu werden sich in den nächsten Monaten die entsprechenden Hinweise hier und auf befreundeten Internetseiten finden…

so weit – so durchwachsen.
antifaschismus bleibt auf alle fälle wichtig! also: keep your eyes open!
¡venceremos!


Keine Versöhnung mit Deutschland!

Veranstaltungsreihe zu Israelkritik und Antizionismus

Das Referat Politische Bildung veranstaltet nächste Woche eine Reihe von Vorträgen zum Antizionismus und dessen Name hierfür in Antisemiten-Kreisen: Israelkritik, die ja wohl noch erlaubt sein wird, wie es immer wieder heißt, wenn entsprechendes Klientel ihr Ressentiment gegen die Juden und den Hass auf deren Staat zu verpacken versucht. Speziell mit Blick auf die aktuelle Situation, die von den Entwicklungen des „arabischen Frühlings“ sowie der UN-Initative des Palästinenser-Präsidenten Abbas geprägt ist, werden Alex Feuerherdt und Thomas von der Osten-Sacken in ihren Vorträgen diesen Phänomenen nachgehen. Außerdem wird Claude Lanzmanns Film Warum Israel? gezeigt.
Die Veranstaltungen finden jeweils Dienstag bis Donnerstag, 25. bis 27.10. um 18.30 Uhr im Hörsaalzentrum der TU Dresden, Raum HSZ-201 statt.

Mehr Infos dazu hier…

Mitschnitt Vortrag Stephan Grigat „Ressentiments gegen Spekulanten – Hass auf Israel“ vom 6. Juli 2011

Den im Rahmen der Ringvorlesung der politischen Hochschulgruppen gehaltenen Vortrag gibt es hier zum anhören und runterladen: Vortrag Stephan Grigat: Ressentiments gegen Spekulanten – Hass auf Israel. Das antiemanzipatorische Programm der Antiglobalisierungsbewegung

Beisheim-Saal: schließlich doch noch ein Einsehen

Vor einigen Tagen wurden die beiden Plaketten, die den Festsaal der Fakultät Wirtschaftswissenschaften 17 Jahre lang als Otto-Beisheim-Saal auswiesen, offiziell, aber ohne großes Aufsehen entfernt. Das lange Kapitel eines unsäglichen Zeichens für fragwürdigen Umgang mit Geschichte findet damit (hoffentlich) ein Ende. Eine ausführliche Stellungnahme dazu findet sich auf der Stura-Homepage. Es bleibt aber weiterhin auf eine Aberkennung der Ehrendoktorwürde von Otto Beisheim zu warten und zu drängen.
Mehr Infos zur Geschichte Otto Beisheims und des nach ihm benannten Saales in unserer Sektion Beisheim-Kampagne.

Juni/Juli 2010

Vorträge von Stephan Grigat am Mittwoch 6.7.

Am Mittwoch, den 6.7. finden gleich zwei Vortrag von Stephan Grigat in Dresden statt. Der erste wird von uns selbst im Rahmen einer aktuellen Ringvorlesung zum Thema der Globalisierung und ihrer Kritik an der TU Dresden stattfinden, unter dem Titel Ressentiments gegen Spekulanten & Hass auf Israel – das antiemanzipatorische Programm der Antiglobalisierungsbewegung, um 16.40 Uhr im Hörsaalzentrum, Raum E-05.

Am selben Abend gibt es dann noch einen Vortrag im Rahmen des Offenen Antifa Treffs im AZ Conni: Das iranische Regime, der arabische Aufbruch & die Bedrohung Israels

In dem Vortrag sollen Charakteristika der iranischen Diktatur aus Ajatollahs und Pasdaran skizziert und die Bedrohungssituation für Israel dargestellt werden. Die deutsche und europäische Unterstützung für das Regime in Teheran wird ebenso beleuchtet wie die globale Bündnispolitik von Ahmadinejad und Khamenei. Zudem soll die Bedeutung der aktuellen Entwicklungen in den arabischen Ländern für die Sicherheit Israels einerseits und für die Expansionsbestrebungen des iranischen Regimes andererseits diskutiert werden.

20 Uhr im AZ Conni.

Antifa-Camp 2011 im Ruhrgebiet [Druckluft | Oberhausen] - 03.08. - 07.08.2011



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